content-press beim Publisher’s Forum 2016: Fit für 2020?

Ende des vergangenen Jahres präsentierte content-press die Ergebnisse zu “Fit für 2020” – unserer Umfrage zur IT-Infrastruktur in deutschsprachigen Verlagen. Beim Publisher’s Forum 2016 haben wir nun im Rahmen eines Workshops praktisch mit unseren Erkenntnissen gearbeitet.

“Fit für 2020”

Im Rahmen der Studie fragten wir bei 150 Verlage nach ihrer IT-Strategie und -Entwicklung sowie der Personalplanung im IT-Bereich.

Wie hat sich die IT-Infrastruktur in Verlagen in den vergangenen Jahren verändert? Gibt es genügend qualifizierten Nachwuchs? Wie können sich Verlage den Herausforderungen des digitalen Wandels stellen, wie investieren?

Die Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Verlage mit gleichbleibenden oder steigenden Budgets für ihre IT-Lösungen und Neueinstellungen planen. Allerdings sieht man sich mit Schwierigkeiten bei der Besetzung der Positionen konfrontiert. Probleme treten außerdem  häufig in Form von fehlendem Budget sowie den verlagsinternen Prozessen, die beispielsweise nicht flexibel oder bekannt genug sind, auf.

 

“Get in IT”

Eine zweite Umfrage beschäftigte sich mit der Frage:

Was erwartet der IT-Nachwuchs vom Berufseinstieg? Professor Wald richtete diese Frage an Studierende, Auszubildende und Young Professionals mit erster Berufserfahrung im IT-Sektor.

Festgestellt wurde, dass junge Fachkräfte für sich vor allem gute fachliche Entwicklungsmöglichkeiten sowie eine ansprechende Vergütung wünschen. Als Arbeitsbereiche sind vor allem die Anwendungsentwicklung, Forschung/Entwicklung sowie Stellen im Projektmanagement sehr gefragt.

Ein Whitepaper zur Studie können Sie unter https://www.get-in-it.de/ anfordern

 

Workshop

Neben der Vorstellung der beiden Umfrageergebnisse konnte content-press den Teilnehmenden mit Hilfe des Projektes “Verlage der Zukunft” einen Einblick in die Arbeitsweise in einem jungen Verlagsprojekt vermitteln. Das von Professor Figge initiiert und von Josephine Mitze (2014 bis 2016) geleitete Projekt zeigte neue Wege und neue Vermarktungsmöglichkeiten für Verlage auf.

Mit Bezug zur eigenen Verlagswirklichkeit vermittelte der Workshop den Teilnehmern durch die kontrovers entwickelten Ansätze zur Lösung des IT-Personalproblems.
Auf der einen Seite die Argumentation für eine IT-Lösung im eigenen Haus; auf der anderen Seite die Vor-und Nachteile einer Lösung die weitgehend auf Outsourcing setzt.

Ergebnisse

In der intensiven Diskussion und Gruppenarbeit wurde schnell klar, dass beide Lösungen
nicht nur Vor- oder Nachteile bieten.

Stehen bei der Outsourcing-Lösung u.a. die gute Verfügbarkeit von Ressourcen und die Konzentration auf die Kernkompetenzen auf der Habenseite; wurden Nachteile vor allen Dingen im KnowHow-Verlust und in möglichen Abhängigkeit vom Dienstleister gesehen.

cpeinsAls klare Vorteile bei der Inhouse-Lösungen wurde die stärkere Identifikation der Mitarbeiter mit dem Produkt und der Aufbau von Prozess-Know-How gesehen. Als Risiko identifizierten die Workshopteilnehmer u.a. die schlechtere Skalierbarkeit und die höheren Personalkosten genannt.

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Schauen sie sich unsere Präsentation an: http://publishersforum.de/wp-content/uploads/2016/05/Bruning_Content-Press.pdf

Abstimmung: Die ungewöhnlichsten Buchtitel des Jahres 2015

Die Leipziger Buchmesse liegt nicht mehr allzu fern. Bereits jetzt wirft sie ihre Schatten voraus: auf wasliestdu.de liegt nun die Longlist zur Abstimmung über den ungewöhnlichsten Buchtitel des Jahres 2015 vor.

In diesem Jahr sind unter Anderem „Aufgeben ist keine Lösung. Außer bei Paketen“ von Patrick Salmen, „Eine Rolle Klopapier hat 200 Blatt. Warum ist keins mehr da, wenn man es am dringendsten braucht? Das Leben in Textaufgaben“ von Raymund Krauleidis und Sarah Bosettis „Mein schönstes Ferienbegräbnis“.

Die Preisverleihung erfolgt auf der Buchmesse. Die Abstimmung für die Longlist läuft bis zum 16. Februar. Anschließend wird über die Shortlist abgestimmt.

Virtual Reality für Verlage

Mit der Bekanntgabe des – unerwartet hohen – Preises für die Virtual-Reality-Brille Oculus Rift Anfang Januar steht die Veröffentlichung eines Highend-Gerätes für diese spannende, noch recht junge Technologie unmittelbar bevor. Nicht nur Spieleentwicklern bieten sich völlig neue Möglichkeiten – auch für Verlage eröffnen sich neue Wege.

Doch nicht nur über eine Highend-Lösung wie Oculus Rift können Neugierige sich in der virtuellen Welt umsehen. Da die Preise für Sensoren in den vergangenen Jahren deutlich geschrumpft sind, können auch Technologien genutzt werden, die bereits in eine Vielzahl der Haushalte Einzug gehalten haben. Über Cardboard, die Virtual-Reality-Lösung aus dem Hause Google, ist auch eine Low-Budget-Lösung verfügbar, für die lediglich ein Smartphone und eine Brille benötigt werden. Der Name „Cardboard“ verrät es bereits: als Brillen werden auch relativ preiswerte Modelle aus Pappe ab einem Preis von rund 15 US-Dollar angeboten. Zwar bietet diese Lösung nicht das gleiche Klang- und Seherlebnis wie die Oculus Rift, wird bei der Entwicklung von Virtual-Reality-Anwendungen jedoch diese erschwingliche Lösung mitgedacht, dürfte die Reichweite um ein Vielfaches höher sein.

Besonders im journalistischen Bereich sind erste erfolgreiche Gehversuche zu verzeichnen. Die New York Times hat bereits eine eigene Virtual Reality App entwickelt, die Nutzern von iOS- und Android-Geräten zur Verfügung steht. Auf der diesjährigen CES gab sich CEO Mark Thompson überzeugt, dass die New York Times im aktuellen – wie bereits im vergangenen – Jahr über ihre Virtual-Reality-Sparte Gewinne erzielen könne. Die Produktion „The Displaced“, in denen der Anwender einen Einblick in die Leben dreier geflüchteter Kinder erhält, ist bereits in 2015 ein großer Erfolg gewesen. Auch auf Youtube steht ein Kanal mit zahlreichen geeigneten Videos zur Verfügung.

Im Bereich der Bildung eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten, Schülern Inhalte auf völlig neue Art zu vermitteln. Mit „Titans of Space“ lernen User das Sonnensystem und die Größenverhältnisse von Planeten und Sternen kennen. Über die aktuelle Version von Google Street View können Schüler im Geographieunterricht Angkor Wat erkunden. Rundgänge durch Galerien und Museen sind ebenso denkbar.

Fachverlage können ihre Inhalte durch Virtual-Reality-Anwendungen ergänzen. Vom Rundgang durch das Amphittheater von Pompeji über 3D-Modelle von Protein-Strukturen – die Möglichkeiten sind vielfältig. Auf Konferenzen und Fachveranstaltungen könnten Ergebnisse zudem auch via Virtual Reality vorgestellt werden. Archäologische Daten erhalten so wortwörtlich eine neue Dimension:

Natürlich könnten auch weitere Verlage von Virtual Reality profitieren. Reiseführer könnten durch einen Rundgang in einer der lokalen Sehenswürdigkeiten ergänzt werden, Modebegeisterte könnten einen Besuch an den großen Laufstegen der Welt nachempfinden, Zeitgeschichte durch die Augen der Protagonisten dokumentiert werden.

Bis dato sind die Anwenderzahlen noch recht überschaubar. Probleme ergeben sich unter anderem durch die teils beachtlichen Größen der Downloads, was gerade bei Nutzern mit notorisch geringem Speicherplatz zu Ärgernissen führen dürfte. Auch Möglichkeiten, Werbung zu platzieren, sind bisher wenig erörtert worden. Zudem wird die Vielzahl der Kanäle, über die Content produziert und vermarktet werden kann, oft gerade in kleineren Firmen zunehmend zum Problem – eine geeignete Auswahl zu treffen fällt häufig schwer.

Letztendlich steckt Virtual Reality noch immer in den Kinderschuhen, das dürfte dennoch wenig Einfluss auf die Erfahrungen und Lerneffekte für heutige Anwender haben.

„Fit für 2020?“ – Unsere Umfrage im Medienecho

Einstellung IT-Personal
Vor kurzem veröffentlichten wir erste Ergebnisse unserer Umfrage zum Thema „Fit für 2020? IT-Infrastruktur in deutschsprachigen Verlagen – Entwicklungen & Trends“.

Mehrere Medien haben unsere Arbeit inzwischen aufgegriffen. Wir haben eine Auswahl zusammen gestellt:

BuchMarkt, 11.11.2015: Mehrzahl der deutschsprachigen Verlage plant in den nächsten Jahren IT-Investitionen
boersenblatt.net, 11.11.2015: Steigender Fachkräftebedarf
buchreport, 17.11.2015: Studie weist Probleme bei der IT-Personalplanung aus – IT als Herausforderung für Verlage
pubiz, 28.12.2015: IT: Verlage nur bedingt „fit für 2020“
Fakultät Medien der HTWK Leipzig: IT-Fachkräftemangel – eine Herausforderung für Verlage – Umfrage zur IT-Infrastruktur in deutschsprachigen Verlagen

Crossmedia mal anders: #InternetABook

Auf Twitter treffen derzeit Buchklassiker auf Internetphänomene – so entsteht plötzlich ein ganz neuer Buchtitel. Die ebenso simple wie großartige Idee stammt von den Machern der US-Spieleshow @midnight. Die Kombiniertechnik wird auf Twitter häufig eingesetzt. So machten auf Twitter zuvor schon Hashtags wie #bahnfilme, #AfDfilme und natürlich auch #BERfilme die Runde.