Jaron Lanier und die großen Fragen der Buchbranche

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels für den Internetpionier Jaron Lanier – das verwundert nur auf den ersten Blick. Lanier beschäftigt sich mit Kernfragen der Buchbranche: Wie lässt sich auch zukünftig mit kreativer Arbeit Geld verdienen? Wie kann ich die digitalen Daten eines Werks so absichern, dass die Urheber nicht ihrer Rechte beraubt werden? Oder konkreter: Welche Art von Geschäftsprozessen und IT benötigt ein Verlag heute? Und was zeichnet die Menschen aus, die mit diesen Daten und Prozessen arbeiten?

„Er [Lanier] will nicht einsehen, warum die Gesellschaft sich bereit erklären sollte, ihre Daten und ihre Arbeit umsonst herzugeben.

Andererseits darf sie Information nicht kostenfrei erwarten. Laniers Lösungsvorschlag besteht in einem Mikrozahlungssystem, das jedem von uns Zugang zum Produkt jedes Anbieters verschaffen würde, für eine verschwindend geringe Gebühr.“  (FAZ Online 6.6.2013)

Die Lektüre der Artikel über Lanier macht sehr nachdenklich, denn sein Thema ist auch die Datensammlung im Internet und die Verwendung dieser Daten. Er selbst unterhält keine Profile in sozialen Netzwerken.

„Seit dem Jahr 2000 setzt sich Jaron Lanier verstärkt mit der immer größer werdenden Diskrepanz zwischen Mensch und Maschine, Wirklichkeit und virtueller Realität sowie der finanziellen Nutzbarmachung gegenüber dem Missbrauch von Wissen und Daten auseinander.“ (Quelle: Friedenspreis des Deutschen Buchhandels)

Der Friedenspreis wird am 12. Oktober 2014, dem Buchmesse-Sonntag in der Frankfurter Paulskirche verliehen.

 

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