„Fit für 2020?“ – Umfrage zur IT-Infrastruktur in deutschsprachigen Verlagen

Content-press hat in Zusammenarbeit mit Professor Friedrich Figge, Lehrgebiet Multimedia und Electronic Publishing eine Umfrage zum Thema „Fit für 2020? IT-Infrastruktur in deutschsprachigen Verlagen – Entwicklungen & Trends“ durchgeführt. Eine der Ausgangsfragen war dabei zu ermitteln, ob die Branche ein attraktiver Arbeitgeber für IT-Kräfte und den IT-Nachwuchs ist. Angefragt wurden 150 deutschsprachige Verlage, darunter alle Unternehmen der Top 100*. Knapp ein Drittel der angefragten Unternehmen legte die Planungen offen und stand Rede und Antwort. Wir informieren Sie hier über die ersten Ergebnisse. Eine ausführliche Auswertung der Umfrage wird bei einer Branchenveranstaltung im Frühjahr 2016 vorgestellt.

Die Ergebnisse zeigen, dass IT ein unvermindert großes Thema in Verlagen ist. Ein steigendes Budget (48,3%) und geplante Investitionen (72,3%) in den nächsten Jahren sprechen dafür, dass sich die Verantwortlichen der Aufgaben bewusst sind und auch die entsprechenden Kosten einplanen.

Über 70% der an der Umfrage teilnehmenden Verlage gaben an eine eigene IT-Abteilung zu besitzen. Neben der Geschäftsleitung und den Fachabteilungen sehen sie sich oft als Treiber für technische Innovation in Verlagen. Dennoch sind Probleme, wie schwierige IT-Personalbeschaffung oder analoge Strukturen und Prozesse, bei vielen Verlagen an der Tagesordnung.

Bei einem genaueren Blick auf die Antworten zum Thema Personal stellt sich die Situation Bedarf IT-Personal Einstellung IT-Personalwie folgt dar:

  • 76,6% der Verlage verfügen über eine eigene IT Abteilung mit eigenem IT Personal.
    Der Bedarf an IT Mitarbeitern ist in 60% der Verlage steigend.
  • Viele Verlage verfügen über eigene Entwicklungsressourcen – insbesondere für Datenbank- und Schnittstellen-programmierung sowie die Webprogrammierung.
  • 46,7% planen im kommenden Jahr IT Personal neu einzustellen.
  • Die Hälfte der Verlage hatte in der Vergangenheit Schwierigkeiten offene Stellen in der IT zu besetzen.

Als Gründe für die Schwierigkeiten bei der Rekrutierung wurde angegeben, dass es zu wenig oder nicht ausreichend qualifizierte Bewerbungen gab. Auch die geringe Attraktivität der Verlagsbranche als Arbeitgeber für IT Personal wurde angeführt.

Dem gegenüber steht die Selbsteinschätzung bei der Mehrzahl (58,6%) der Verlage, dass die IT Abteilung als ein Treiber für die strategische Weiterentwicklung im Unternehmen gilt.

„Die Bedeutung der IT in den Verlagen ist unbestritten,“ so Professor Figge. „Moderne IT ist ein entscheidender Erfolgsfaktor von zukunftsorientierten Verlagen. Neben den Geschäftsprozessen und der entsprechenden Technologie sind aktuelles IT-Know-How beim eigenen Personal wesentlich für den Erfolg.“ legt der Wissenschaftler den Finger in die Wunde und zeigt auch die Herausforderung beim häufig als Allzweckwaffe betriebenen Outsourcing auf. „IT-Spezialisten sind in den Verlagen dringend erforderlich, ergänzend kann auf den Zukauf externer IT-Ressourcen zurückgegriffen werden. Für die Steuerung müssen nichtsdestotrotz Experten im Verlag bereit stehen.“

Mehr Informationen finden Sie in unserer aktuellen Pressemitteilung (PDF).

* Quelle: 100 größte Verlage, buchreport.magazin 4/2015

 

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