Wie relevant sind eBooks?

Vor kurzem hat der Börsenverein des Deutschen. Buchhandels die lange erwartete Neuauflage der eBook-Studie vorveröffentlicht. Die Zahlen machen nachdenklich: Während 2/3 der Verlage eBooks im Programm haben, machten diese 2013 lediglich 3,9% vom Gesamtumsatz der Verlage aus.Kein Wunder, dass

Doch warum kaufen Menschen eBooks? Aus praktischen Gründen, wenn man der Studie glaubt: eBooks sind platzsparend, kostengünstiger und der eReader wird für umweltfreundlicher gehalten, als bedrucktes Papier. Die Vielfalt der Plattformen und Geräte ist aus Nutzersicht problematisch, 80% der Käufer ist es wichtig, ein einmal gekauftes Buch auf verschiedenen Geräten lesen zu können.

Der Markt zeigt eine beeindruckende Wachstumsquote – die Zahlen lassen jedoch nach wie vor viel Luft nach oben!

Einen ersten Ausblick auf die Ergebnisse gibt es beim Börsenverein, ab 30.6.2014 wird sie über libreka erhältlich sein.

Prozessoptimiert lesen

Während wir gerade den Einfluss von eReadern und anderen mobilen Endgeräten auf die Lesepraxis verarbeiten und Prozesse und Workflows an die nicht mehr ganz neuen Formate und Bedürfnisse anpassen, entwickelt Spritz bereits eine neuartige Lese-App, die überhaupt keine Ähnlichkeit mit dem gedruckten Buch mehr aufweist:

Die Worte erscheinen nacheinander, ausgerichtet an einer optischen Ideallinie. Das Auge  muss also nicht mehr wandern, und soll so schneller Inhalte erfassen können. Auge und Gehirn werden sozusagen von unnötiger Arbeit entlastet, jeder Mensch kann zum Schnell-Leser werden. Auf der Website von Spritz (Klick aufs Bild) kann schon mal getestet werden, wie sich verschiedene Lesegeschwindigkeiten anfühlen.

Screenshot 24.3.2014, http://www.spritzinc.com/

Screenshot 24.3.2014, http://www.spritzinc.com/

Der physische Prozess des Lesens wird prozessoptimiert. Ob bei breiter Durchsetzung der Technik auch ePub-Standards neu erfunden werden müssten? Verarbeitet die App beim Leser vorhandene Texte, oder müssen diese jeweils neu erworben werden? Für Fachlektüre scheint optimierte Lesegeschwindigkeit ja eine naheliegende Verbesserung, aber wie wirkt sich das auf die Augen aus?

Während Spritz noch in der Entwicklungsphase steckt, können mit Spreeder bereits längere Texte gelesen werden. Rasant.

 

Seminar: eProduction Manager

Mit jeder Produktneu- bzw. -weiterentwicklung steigen die Anforderungen an die Verlagsherstellung. Denn hier gilt es, einen optimalen Output auf allen Kanälen sicherzustellen, und das in der Regel bei gleichbleibender Teamgröße und hohem Kosten- und Termindruck.

Gefragt sind daher schlanke Workflows und ein professionelles Crossmedia Management, zu dem eine flexible Prozessgestaltung ebenso gehört wie die Steuerung externer Dienstleister.

Ab 30. Juni 2014 vermittelt ein fünftägiger Zertifikatskurs der Buchakademie das Handwerkszeug zur Bewältigung dieser Herausforderungen. Referent Ivo Hartz zeigt, wie digitale Content-Formate – von E-Books bis zu Online-Portalen – wirtschaftlich effizient produziert werden können. Neben der Entwicklung geeigneter Workflows stehen die zentralen Erfolgsfaktoren digitaler Produktion im Mittelpunkt: von der Kalkulation von E-Medien über das Daten- und Rechtemanagement bis hin zur technischen Umsetzung.

Mit dem Abschluss dieses Intensivkurses erwerben Sie das Zertifikat ‚E-Production Manager ADB‘, das die Zusatzqualifikation dokumentiert.

Zum Thema: Geschäftsführer Bernd Zanetti im Interview über das Kursangebot der Buchakademie in Zeiten des Medienwandels.

 

Erstes Münchner eBookCamp

Ein eBookCamp wird am 15. Februar 2014 nach mehreren Durchgängen in Hamburg erstmalig in München stattfinden. Vom klassischen BarCamp  unterscheidet sich das eBookCamp München insofern, als es schon jetzt komplett mit Inhalten gefüllt zu sein scheint. Themen, die aktuell die Branche bewegen, sind demzufolge u.a. ePub-Herstellung, Marketing für digitale Produkte, der Blick auf internationale Märkte und die Preisgestaltung für eBooks. Weiterlesen