E-Production Manager: Intensivkurs der Buchakademie

Ein fünftägiger Intensivkurs vermittelt ab 30. August 2014 an der Buchakademie das Handwerkzeug für eine  effiziente E-Production über alle Kanäle und zeigt, wie unterschiedliche digitalen Produkttypen erfolgreich hergestellt bzw. optimiert werden.

Für hohen Praxisbezug sorgen u.a. Ivo Hartz, Geschäftsführer der content-press KG, Sven Krantz-Knutzen, Leiter Editorial Services bei Wolters-Kluwer Deutschland, und Thomas Narr, Produktionsleiter bei Gräfe und Unzer.

Wie können effiziente Produktionsprozesse für das medienübergreifende Publizieren aussehen, wie lässt sich Mehraufwand vermeiden? Worauf ist bei der Herstellung und Kalkulation von E-Medien zu achten? Und wie kann ein professionelles Datenmanagement die Produktion optimal unterstützen?

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eBooks sind böse – oder?

eBooks sind böse – das findet anscheinend Friedrich Forssmann, Mitarbeiter der Arno-Schmidt-Stiftung. Er argumentiert mit Textqualität, unklarem Urheberrecht und der Abhängigkeit von den Anbietern:

Bücher kommen vielleicht aus der Mode, sie überleben aber zuverlässig, im Originaltext ihrer Zeit, in der Orthographie ihrer Zeit, in der Ästhetik ihrer Zeit, in der Technik ihrer Zeit, und können und werden auch dann noch wiederentdeckt werden, wenn Amazon von Apple gekauft worden ist und beide von Google und Google von Gazprom und Gazprom von den Chinesen und die Chinesen von Qatar und alle zusammen längst pleite sind.“ 

Aus der intellektuellen Sicherheit der  Arno-Schmidt-Stiftung heraus ist das eine schlüssige Argumentation. Aber eine Antwort aus Sicht von Selfpublishern wünsche ich mir doch. Vielleicht mit  Weiterlesen

Metadaten

It’s the discoverability, stupid! So war der Vortrag von Steffen Meier auf dem readbox-Kundentag natürlich nicht überschrieben. Hätte aber gepasst, denn Metadaten sind für die Auffindbarkeit, und damit den Verkauf von Büchern Online wie Offline ein relevanter Faktor. Das wissen wir alle spätestens seit dem Nielsen-White Paper: The Link Between Metadata and Sales von 2012. Neben sehr überzeugenden Zahlen steht dort das Fazit:

In each way that we have analysed our data, we have seen a consistent positive relationship between the level of metadata supplied and sales, with this correlation being particularly strong for the online retail sector. It is logical that this is the case, given that consumers are reliant on the bibliographical data to locate the desired product, and would perhaps be dubious to complete their purchase online if there is insufficient information to confirm that the product is correct.“

Aber welche Informationen gehören in die Metadaten einer Publikation? Weiterlesen

Prozessoptimiert lesen

Während wir gerade den Einfluss von eReadern und anderen mobilen Endgeräten auf die Lesepraxis verarbeiten und Prozesse und Workflows an die nicht mehr ganz neuen Formate und Bedürfnisse anpassen, entwickelt Spritz bereits eine neuartige Lese-App, die überhaupt keine Ähnlichkeit mit dem gedruckten Buch mehr aufweist:

Die Worte erscheinen nacheinander, ausgerichtet an einer optischen Ideallinie. Das Auge  muss also nicht mehr wandern, und soll so schneller Inhalte erfassen können. Auge und Gehirn werden sozusagen von unnötiger Arbeit entlastet, jeder Mensch kann zum Schnell-Leser werden. Auf der Website von Spritz (Klick aufs Bild) kann schon mal getestet werden, wie sich verschiedene Lesegeschwindigkeiten anfühlen.

Screenshot 24.3.2014, http://www.spritzinc.com/

Screenshot 24.3.2014, http://www.spritzinc.com/

Der physische Prozess des Lesens wird prozessoptimiert. Ob bei breiter Durchsetzung der Technik auch ePub-Standards neu erfunden werden müssten? Verarbeitet die App beim Leser vorhandene Texte, oder müssen diese jeweils neu erworben werden? Für Fachlektüre scheint optimierte Lesegeschwindigkeit ja eine naheliegende Verbesserung, aber wie wirkt sich das auf die Augen aus?

Während Spritz noch in der Entwicklungsphase steckt, können mit Spreeder bereits längere Texte gelesen werden. Rasant.